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Das Gemeindegebiet von Sent hat Anteil am sogenannten "Unterengadiner Fenster", einem tektonischen Phänomen im unteren Unterengadin und im oberen Inntal vom österreichischen Tirol. Es ist eine tektonische Überlagerung jüngerer Gesteine durch ältere. Der penninische Untergrund wurde aufgewölbt, und die darüber liegenden Schichten wurden der Erosion ausgesetzt. So treten die tieferen Deckensysteme, die Bündner Schiefer, an die Oberfläche. Die penninischen Schiefer bilden also das Innere des Fensters. Der Rahmen besteht im Nordwesten aus dem Altkristallin der Silvretta-Decke. Im Süden ist dieses Altkristallin auf ein schmales Band reduziert von der mächtigen Sedimentmasse der Unterengadiner Dolomiten. Im Südosten tritt an Stelle der Silvretta-Decke das Altkristallin der Ötztal-Decke.
Auf diese geologische Besonderheit des Unterengadiner Fensters sind die Mineralquellen zurückzuführen. Das sprudelnde Nass ist vor langer Zeit als Niederschlagswasser in den Boden eingedrungen und bis mehrere hundert Meter tief in die Erde gesickert. Die Gesteinsschichten, die das Wasser im Laufe der Jahrhunderte hierbei durchdringt, sind verantwortlich für den Geschmack es Mineralwassers. In der Region Sent - Scuol - Tarasp - Ftan entspringen über 20 hochwertige Mineralwasserquellen mit verschiedensten Inhaltstoffen wie Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen, Chlorid, Sulfat und vor allem natürliche Kohlensäure. Auf dem Gemeindegebiet von Sent sind vor allem die arsenhaltigen Eisensäuerlinge von Sinestra zu erwähnen. Beim Brunnen von Stron sprudelt ebenfalls Mineralwasser aus einem Wasserrohr, Typ Kalzium-Hydrogencarbonat-Säuerling. Siehe auch: Mineralwasserweg.pdf
Die Senter Gemeindegebiete links vom Inn sind Teil des Unterengadiner Fensters mit Bündner Schiefern und Sedimenten der Tasna-Decke. Einlagerungen von Serpentin am Piz Nair, Piz Champatsch und Piz Tasna.
Rechts vom Inn dominieren die Dolomitberge der S-charl-Decke, welche die kristalline Ötztal-Decke zum grossen Teil überlagert. Das sind die sogenannten Unterengadiner Dolomiten: Piz Ajüz, Piz Triazza, Piz S–chalambert. In Vallorcha, Val d'Uina, S-chalambert sind an gewissen Stellen die kristallinen Gesteine der Ötztaldecke sichtbar. Ganz hinten in Val d'Uina, in Sursass, ist die Grenze zwischen dem Dolomit der S–charl-decke und und dem Kristallin der Ötztaldecke.
Einige geologische Besonderheiten
Die bizarrenTürme aus einem Kalkgestein, dem Raiblerdolomit. Sie befinden sich in der Senke La Foppa, gegenüber dem Dorf Sent.
Die Karstgebiete mit den Karrenfeldern in Val Cristanas und Rimsplateau mit den hüschen Dolinenseen.
Pass dals Gips: Rauhgips zwischen Piz Chalchogns und Piz Davo Sassè mit interessanten Formationen. Im Hintergrund: das Fluchthorn aus kristallinem Gestein der Silvretta-Decke.